chakraklang.de | Selbstheilungskräfte und Lebendigkeit
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Selbstheilungskräfte und Lebendigkeit

Wir bekommen immer dann Probleme, wenn etwas festgehalten wird, also nicht (mehr) in Bewegung ist.

 

Dass dies für den Bewegungsapparat gilt, weiß jeder. Wenn wir uns nicht mehr bewegen, verkümmern die Muskeln. Vor einiger Zeit wurde entdeckt, dass auch das Gehirn durch Bewegungsmangel verkümmert und andererseits durch Bewegung sehr schnell wieder aktiviert werden kann.

 

Das Gleiche gilt für unsere Emotionen. Emotion heißt ja schon übersetzt „in Bewegung“. Wenn die Gefühle nicht mehr fließen und festgehalten werden, bekommen wir wahrscheinlich irgendwann gesundheitliche Probleme.
Das Gleiche finden wir dann noch einmal auf der Ebene des Denkens. Auch unser Denken kann festgefahren und eingeengt sein in bestimmten Denkschemata oder Glaubensmustern. Als erstes geht dann die Kreativität verloren.

 

Besonders schlimm wird es, wenn wir so erstarrt sind, dass uns auch noch der Humor abhanden kommt. Dann verlieren wir auch noch die Freude, also die Verbindung zur Liebe und dem Mitgefühl in unserem Herzen. Wir verlieren Liebe und Mitgefühl für uns und für andere.

 

Die alten chinesischen Ärzte nannten diesen Vorgang, wenn der Kontakt zu Liebe und Mitgefühl verloren geht, die Überwucherung der Mitte (1) (Mit der Mitte meinten sie das Herzchakra) Mit anderen Worten: Lebendigkeit wird durch eingefahrene starre Strukturen ausgebremst.

 

Um die alten Strukturen zu verändern, ist es gut, mal für eine begrenzte Zeit raus zu kommen aus dem analytischen Denken unserer dominanten Gehirnhälfte und uns fallen zu lassen in die raumzeitlose ganzheitliche Ebene unserer nichtdominanten Gehirnhälfte. Und dabei kann uns unsere Stimme enorm helfen.

 

Einfache Lieder mit kurzen Textpassagen, die man in einer Art Endlosschleife singt, können helfen, den Verstand loszulassen. Gut sind Lieder mit kurzen Texten einer fremden Sprache, die man nicht versteht. Schließlich kann man den Text noch ganz weglassen und nur noch intuitiv tönen ohne Vorgabe von Text und Melodie. Das ist dann vielleicht die intensivste Form des Singens, um festgefahrene Strukturen in Bewegung zu bringen.

 

Der Intuitive Gesang ist also eine Einladung die Gewohnheitszone zu verlassen und mehr Bewegung in das Leben zu bringen.

 

(1) vgl. Heinz Klein: Medizin und Alchemie. Wege zum Heil im traditionellen China.